© Adele Eigner
Urlaub am Wörthersee: Joseph Buttinger (links) und Muriel Gardiner (rechts) mit Tochter Connie, ca. 1950.

Aus der Deckung: Muriel Gardiner und Joseph Buttinger.

Eine politisch-intellektuelle Doppelbiografie

Das Projekt widmet sich den politischen, humanitären und intellektuellen Tätigkeiten von Muriel Gardiner (1901–1985) und Joseph Buttinger (1906–1992) im transnationalen Kontext. 

Projektverantwortlich: 
Julia Carrera
Muriel Gardiner, US-amerikanische Millionenerbin, Medizinstudentin und Psychoanalytikerin, und Joseph Buttinger, der aus bitterarmen Verhältnissen stammende Vorsitzende des sozialistischen Untergrunds im austrofaschistischen Österreich, engagierten sich während der austrofaschistischen Diktatur (1933/34–1938) im sozialistischen Untergrund und nach dem „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland im März 1938 in der organisierten Fluchthilfe. Sie wirkten maßgeblich am Aufbau internationaler Hilfsnetzwerke mit. Im US-Exil verstärkte Gardiner die Rezeption der Psychoanalyse, während Buttinger als Vietnam-Experte und Berater der höchsten politischen Kreise Einfluss auf die US-Außenpolitik nahm. Die Arbeit analysiert ihre verflochtenen Lebenswege als Kristallisationspunkte politischer, humanitärer und wissenschaftlicher Praxen und leistet einen Beitrag zur transnationalen Biografie-, Exil- und Netzwerkforschung des 20. Jahrhunderts.