Vortrag und Diskussion mit Philip Rathgeb.
Wie reformiert die radikale Rechten den Wohlfahrtsstaat und inwieweit bedroht dies die liberale Demokratie? Der Aufstieg der radikalen Rechten brachte eine nationalistische und autoritäre Aufladung der sozialen Frage. Sozialpolitik wird in diesem Verständnis nicht mehr primär die Aufgabe zugeschrieben, Ungleichheiten abzubauen oder Armut zu bekämpfen, sondern vielmehr als Teil eines rechten „Kulturkampfes“ umgedeutet. Der Vortrag beleuchtet die Sozialpolitik der radikalen Rechten anhand internationaler Fallbeispiele und reflektiert über das Verhältnis zwischen Wohlfahrtsstaat und Demokratie im 21. Jahrhundert.
Philip Rathgeb ist Assoziierter Professor für Sozialpolitik an der University of Edinburgh. Er promovierte in Politik- und Sozialwissenschaften am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Aktuell forscht er zum Verhältnis zwischen Wohlfahrtsstaatlichkeit und Demokratie sowie zu Klimasozialpolitik aus vergleichender Perspektive. Jüngste Buchveröffentlichung: How the Radical Right Has Changed Capitalism and Welfare in Europe and the USA (Oxford University Press, 2024).
Vortrag und Diskussion finden auf Deutsch statt.
Die Veranstaltung ist kostenlos.